Vorsorge - PKV warum?

Private Krankenversicherung warum?

Ob nun Bürgerversicherung oder Gesundheitsprämie die nächste Reform der im Umlageverfahren finanzierten gesetzlichen Krankenversicherung steht bevor. Doch warum lohnt es sich für alle freiwillig gesetzlich Versicherten sich gerade jetzt mit den Möglichkeiten der privaten Krankenversicherung auseinanderzusetzen?

1. Die private Krankenversicherung bietet Demographiesicherheit

Das umlagefinanzierte System der gesetzlichen Krankenkassen wurde zu einer Zeit entwickelt, in der die Anzahl der jüngeren Bürger die der Älteren noch deutlich überstieg. Damit das Umlagesystem auch heute noch problemlos funktionieren könnte, wären mindestens 2,1 Geburten pro Frau in Deutschland notwendig. Derzeit liegt die Zahl allerdings bei lediglich 1,3 Geburten, eine Änderung ist nicht in Sicht. Tatsächlich haben wir immer weniger junge Menschen und einen beschleunigt wachsenden Anteil älterer Menschen. Diese Entwicklung bedeutet in letzter Konsequenz eine Überforderung der heutigen sozialen Sicherungssysteme (Krankenversicherung, Rentenversicherung und Pflegeversicherung).
Schon jetzt müssen Leistungen gekürzt werden. Die Beitragssätze können aber stets nur marginal und auch nur von einigen wenigen Krankenkassen gesenkt werden und sie werden wieder steigen müssen.
Letztendlich werden die wenigen nachrückenden Beitragszahler die Ansprüche der steigenden Zahl von älteren und alten Versicherungsnehmern immer schwerer bezahlen können. Und es fehlen die Rücklagen, um diese Lücke zu schließen, da alle Einkünfte der Krankenkassen direkt wieder ausgegeben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen werden ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen: die medizinische Grundversorgung der sozial Schutzbedürftigen gegen einen finanzierbaren Beitrag zu garantieren.
Jeder Versicherte, der in die PKV wechselt, sorgt für ein Stück mehr Demographiesicherheit. Denn durch das in der privaten Krankenversicherung übliche Prinzip der Kapitaldeckung sind die Versicherungsnehmer vom demographischen Wandel nicht betroffen. Die höheren Kosten, die die Versicherten im Alter verursachen, werden durch Alterungsrückstellungen finanziert. Für diese Absicherung stehen der PKV mittlerweile über 80 Mrd. Euro zur Verfügung.
Dieses demographieresistente und zukunftstaugliche System der privaten Krankenversicherungen gibt den Versicherten eine verlässliche Zukunftsperspektive.

2. Die private Krankenversicherung bietet Generationengerechtigkeit

Das umlagefinanzierte System (GKV) kann angesichts des demographischen Wandels die Generationengerechtigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung immer weniger gewährleisten. Was früher zur Absicherung der älteren Versicherten eingeführt wurde, führt in Zukunft zu einer nicht mehr tragbaren Belastung nachwachsender Generationen.
Nach dem Umlageverfahren werden die Beiträge dem aktuellen finanziellen Bedarf entsprechend erhoben. Alle eingenommenen Beiträge werden also sofort zur Deckung der Kosten genutzt. Rücklagenbildung ist nach diesem Verfahren nicht vorgesehen.
Nicht nur die Kosten der medizinischen Versorgung werden weiter überproportional steigen, wenn es immer mehr ältere Menschen gibt. So benötigen 80-jährige Männer etwa achtmal so hohe Aufwendungen für Arzneimittel wie 41-jährige Männer. Auch die Beitragseinnahmen kommen in der Umlagefinanzierung immer mehr unter Druck, denn Rentner zahlen aufgrund ihres niedrigeren Einkommens auch niedrigere Beiträge.
Die Folge ist eine immer größer werdende Finanzierungslücke. Schon heute verursachen die Rentner ein Defizit von 33 Mrd. Euro im Jahr. Und dieses Defizit wird demographisch bedingt in der Zukunft stark wachsen. Um das auszugleichen, werden die Beitragssätze stetig steigen. Die künftigen Generationen werden so immer stärker belastet.
Die kapitalgedeckte private Krankenversicherung (PKV) ist dagegen generationengerechter, denn jeder Versicherte sorgt für seine eigene Alters-Beitrags-Sicherheit vor. Zum einen durch Alterungsrückstellungen und zum anderen durch einen gesetzlichen 10-Prozent-Zuschlag auf den Beitrag. In jüngeren Jahren zahlt der Versicherte also einen höheren Beitrag als rechnerisch notwendig, damit ein ausreichender Betrag für die Finanzierung seiner Gesundheitskosten im Alter zurückgelegt werden kann.

Das heißt: Jede Generation erhält in der PKV die von ihr selbst bezahlten Leistungen und ist auf die Mitfinanzierung der nachfolgenden Generationen nicht angewiesen.

Die PKV ist deshalb nicht nur eine wichtige Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung, sie ist auch ein Garant für die Zukunftssicherheit. Es gilt: je mehr PKV, desto mehr Generationengerechtigkeit .

3. Die private Krankenversicherung bietet Individualität

Sich vom Basisschutz bis hin zum Spitzenschutz versichern zu können, ganz nach den persönlichen Präferenzen, ist eine der zentralen Leitideen der privaten Krankenversicherung.
Allen gesetzlich Versicherten steht demgegenüber nur ein weitgehend vereinheitlichter Leistungskatalog zur Verfügung, der kaum Spielraum für individuelle Bedürfnisse zulässt. Der Versicherte kann weder den Umfang seines Versicherungsschutzes bestimmen noch seinen Beitrag tatsächlich beeinflussen.
In der privaten Krankenversicherung kann jeder den für ihn optimalen Versicherungsschutz wählen. So kann ein Selbständiger zunächst einen günstigeren Tarif abschließen und später, wenn sein Unternehmen auf finanziell stabileren Füßen steht, in einen Tarif mit besserem Schutz wechseln. Ebenso ist die Gestaltung des Krankentagegelds bei Arbeitsunfähigkeit weitestgehend flexibel. In welcher Höhe es abgeschlossen wird und ab welchem Zeitpunkt es von der PKV bezahlt wird, kann der Versicherte grundsätzlich selbst bestimmen.
Die Beitragskalkulation in der PKV erfolgt risikogerecht und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Der Versicherte hat jedoch auch die Möglichkeit den finanziellen Umfang seiner Versicherung zu beeinflussen. Zum einen natürlich über den Umfang des Versicherungsschutzes. Zum anderen kann der Beitrag aber auch durch einen Selbstbehalt gesenkt werden. Je höher der Selbstbehalt ist, desto niedriger ist der monatliche Beitrag. Zudem erhält der Versicherte in den meisten Tarifen eine Beitragsrückerstattung, wenn er mindestens ein Jahr lang keine Leistungen der Versicherung in Anspruch nimmt.
Individualität ist ein wichtiges Gut, dem gerade im Gesundheitsschutz immer größere Bedeutung beikommt. Einheitsschutz passt nicht in eine moderne Gesellschaft.

4. Die private Krankenversicherung bietet Qualitätssicherheit

Das deutsche Gesundheitswesen hat im internationalen Vergleich einen hohen Qualitätsstandard. Hierzu trägt die private Krankenversicherung zu einem wesentlichen Teil bei.
Zum einen dadurch, dass die Privatpatienten dem Gesundheitswesen überproportional viel Geld zur Verfügung stellen. Etwa 5 bis 6 Mrd. Euro sind das jährlich.
Zum anderen reagiert die private Krankenversicherung früher als die gesetzliche Krankenversicherung auf medizinische Innovationen und übernimmt sie in ihren Leistungskatalog. So werden bei privat Versicherten schon heute modernste Behandlungsmethoden z. B. im Frühstadium von Prostatakrebs (Seed-Implantation) oder bei unklaren Darmblutungen (Video-Kapselendoskopie des Dünndarms) angewandt. Dies ist nicht allein zum Nutzen der privat Versicherten, da hierdurch ein umfassender Nachweis der Wirksamkeit und Effektivität der Innovationen erbracht wird und die Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung erleichtert bzw. beschleunigt wird.
Aber nicht nur für das Gesundheitswesen insgesamt, sondern auch für den einzelnen privat Versicherten gilt der Grundsatz der Qualitätssicherheit. Der privat Versicherte weiß, dass er auch in zehn Jahren noch eine umfassende gesundheitliche Versorgung erwarten kann. Weder der Gesetzgeber noch das Versicherungsunternehmen kann Leistungen kürzen oder streichen. Es ist also gesichert, dass die Qualität des Versicherungsschutzes auch in Zukunft bestehen bleibt. Dies ist in der privaten Krankenversicherung garantiert, weil sie Vorsorge für die Zukunft trifft.

5. Das duale Gesundheitssystem

Eine Stärke des deutschen Gesundheitssystems ist das duale Nebeneinander von gesetzlicher Krankenversicherung für die sozial schutzbedürftigen Arbeitnehmer und privater Krankenversicherung für Selbständige, Beamte und nicht pflichtversicherte Arbeitnehmer.
Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist vom Gesetzgeber definiert, der Versicherte kann hierauf keinen Einfluss nehmen. Vor allem aber kann der Leistungsumfang vom Gesetzgeber eingeschränkt und gekürzt werden.
Die privaten Krankenversicherungen sind in ihrer Leistungsgestaltung unabhängig vom Gesetzgeber, d. h., sie können ihren Kunden flexiblere Angebote machen.
Zwischen den beiden Versicherungssystemen besteht ein fruchtbarer Wettbewerb, der auch den gesetzlich Krankenversicherten zugute kommt. Gibt es keine Alternative für den gesetzlich Versicherten, muss die gesetzliche Krankenversicherung also keine Konkurrenz fürchten, so ist der Versicherungsschutz noch in viel höherem Maße von der politischen und finanziellen Situation des Staates abhängig. Länder, die keine PKV kennen, in denen es keinen Systemwettbewerb gibt, versuchen verstärkt zulasten der Versicherten die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. So gibt es bspw. in Großbritannien grundsätzlich keine freie Arztwahl und für viele Behandlungsmethoden und Operationen oft unzumutbar lange Wartelisten. Der Wettbewerb mit der PKV lässt so etwas in Deutschland nicht zu.
Ohne eine alternative Versicherungsform zur gesetzlichen Krankenversicherung würde der Leistungsstandard im Gesundheitswesen sinken, die Möglichkeit der individuellen Absicherung begrenzt und die Wahlfreiheit des Bürgers eingeschränkt.

6. Die private Krankenversicherung bietet Solidarität

Für die gesetzliche Krankenversicherung gilt so sagt man das Solidaritätsprinzip. Die Solidarität sieht man hier zwischen Gesunden und Kranken, Reichen und Armen sowie Jungen und Alten. Aber ist es wirklich so, dass die gesetzliche Krankenversicherung solidarisch ist und die private Krankenversicherung nicht? Solidarität ist ein zentrales Merkmal auch der privaten Krankenversicherung: Wer krank wird, kann sich auf die uneingeschränkte Solidarität des Versichertenkollektivs verlassen. Weder kann der Gesetzgeber im Nachhinein Leistungen kürzen, noch kann das Versicherungsunternehmen in den einmal geschlossenen Vertrag eingreifen. Jeder bekommt das, was er versichert hat. Darauf ist Verlass.
Wir nehmen die Generationensolidarität ernst. Jede Generation sorgt selbst für ihre höheren Gesundheitskosten im Alter vor. Dafür gibt es die Alterungsrückstellungen. Nachwachsende Generationen werden nicht belastet, wie das in der Umlagefinanzierung der Sozialversicherung geschieht. Eigenverantwortung zu übernehmen statt nachwachsende Generationen zu belasten ist für die PKV praktizierte Generationen SOLIDARITÄT.
Privatpatienten fördern das Gesundheitssystem durch höhere Honorare beim Arzt oder auch bspw. durch höhere Arzneimittelpreise. Über 5 Mrd. Euro stehen so dem Gesundheitswesen jährlich zusätzlich zur Verfügung. Geld, ohne das der hohe Ausstattungsstandard der niedergelassenen Praxen und der Krankenhäuser nicht möglich wäre. Geld, das den medizinischen Fortschritt fördert. Zum Wohle aller.
Die PKV nimmt Solidarität ernst, sie ist praktizierte Verantwortung.

Dr. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Dr. Otto Graf Lambsdorff, Prof. Dr. Bernhard Vogel, Klaus Bresser, Daniel Goeudevert, Die Olympiasiegerinnen 2004 im Hockey, Prof. Dr. Gertrud Höhler, Hans-Olaf Henkel, Prof. Dr. Rupert Scholz, Michael Stich

Alle sind sich einig: Wenn es die Private Krankenversicherung nicht gäbe, müsste man sie erfinden!

Quelle: Verband der Privaten Krankenversicherer, in Teilen gekürzt

Wir haben alle Privaten Krankenversicherer und alle Tarife im direkten Vergleich fragen Sie uns, wir finden den richtigen Partner.